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Die AML liegt jetzt schon 20 Jahre zurück und doch ist sie jeden Tag anwesend. Nicht unangenehm, meist sogar bereichernd, da verschiedene Lebenssituationen eine neue Verhältnismäßigkeit bekommen. Am Anfang habe ich auch versucht gegen den Krebs anzukämpfen, mußte jedoch feststellen, dass dies für mich nicht der richtige Weg war. Mir hat eher der Gedanke geholfen, dass ich an meiner persönlichen Situation etwas verändern muß, auf dass die Gesamtsituation besser wird. Für mich war damals die Chemotherapie nie Gift sondern immer ein Medikament. Nicht immer optimal zu verkraften, jedoch hat sie mit dem Know How meiner behandelnden Ärzten mein Leben gerettet. Während der Zeit im Krankenhaus konnte ich wundervolle Erfahrungen mit Familie, Freunden, Kollegen, Schwestern und Ärzten sammeln. Ich habe die Zeit nicht in negativer Erinnerung. Ich wünsche jeden der in eine solche Situation gerät, sehr viel Geduld und innere Kraft und viele liebe Menschen an der Seite um die Krankheit auch mal zu vergessen. (Tip: versucht doch mal miteinander ein Spiel zu spielen). Viele liebe Grüße Andreas J. ..
Andreas J., 42
Hallo, ich bin lt. meinem jetzt 6 1/2 jährigen Sohn, die liebste und beste Mutter auf der ganzen Welt... TC hat Nov. 2007 Leukämie mit 4 1/2 Jahren bekommen. Ich weiß nicht, wie viele Fragen ich ihm nicht beantworten konnte, wir hatten selbst so viele Fragen, auf die es oft keine abschließende Antwort gab. Und viele Selbstzweifel durch die Belastung. Aber: in jeder Phase seiner Therapie haben wir ihn geliebt, geliebt und nochmals geliebt. Ob die Haare weg waren, ob sein Körper zugenommen hat, ob er launisch oder depressiv war... wir haben ihn geliebt und es ihn immer und immer versucht spüren zu lassen. Es war oft nicht leicht und sehr grenzwertig. Er war 4 1/2 Jahre... da kann man mit Erklärungen und Vernunft nicht argumentieren. Aber Liebe, Vertrauen und Verständnis, Stärke als Elternpaar... Jetzt geht er seit 1/2 Jahr zur Schule, braucht seit 5 Wochen keine Chemo mehr und nimmt ganz stolz am Benefizlesen der José Carreras Stiftung teil, um anderen Kindern zu helfen. Wir, seine Eltern sind sehr stolz auf ihn und auf Euch, die Ihr das lest und/oder selbst betroffen seit. Kämpft weiter oder lasst andere für Euch kämpfen, aber gebt Euch nicht auf. Macht mit, auch wenn es Euch in einigen Phasen sehr sehr schwer fällt. Und für die die für Euch kämpfen: helft, immer und immer weiter, es lohnt sich soooo sehr. ..
Gabriele S., 42
Monika E., 59
Nicole B., 33
Elke E., 57
Katja K., 25
Peter C., 29
Vreni L., 54
Romina B., 22
Als ich vor fünf Jahren meine Diagnose erhielt, begann ich mein Leben mehr in das Heute zu verschieben und den Tag und das Jetzt zu genießen. Ich erkannte endlich den Reiz und die Schönheit der Gegenwart. Vor der Diagnose lebte ich fast nur für das Morgen und was ich noch alles tun will. Vor jeder Kontrolluntersuchung hatte ich die Hoffnung, dass die Werte diesmal besser sind - sie waren es nie! Vor der Therapie hatte ich die Hoffnung auf Heilung oder eine lange Zeit der Remission - das Rezidiv kam schon nach einem Jahr. Jetzt bin ich wieder in Therapie und habe die Hoffnung auf baldige Besserung und lange Zeit der Ruhe. Mein Verstand sagte und sagt mir klar wo ich stehe und was ist, aber meine Seele(?) gibt mir Hoffnung und damit schöne Tage, und dafür bin ich dankbar. Ich wünsche mir und allen anderen, dass die Wärme der Hoffnung und die Schönheit des Optimismus immer die Kälte der Klarheit des Verstandes besiegen werden...
Hans D., 59
Sigi K., 54
anonym
Christopher H., 36
Mona F., 32
Friederike B., 48
Karin P., 44
Thomas M., 39
Joy L., 51
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Online-Kursprogramm für Leukämiepatienten

Viele Leukämiepatienten geraten während ihres Krankheits- und Genesungsverlaufs in eine psychische Notlage: häufig müssen sie auf sich alleine gestellt psychische, soziale oder existentielle Krisen bewältigen. Psychologische Unterstützung erfahren nur Wenige, denn entsprechende professionelle Hilfsangebote sind oftmals nicht erreichbar.

Das Konzept

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Das auf 4 Wochen angelegte Kursprogramm "Psychologische Selbsthilfe Leukämie" versteht sich als "Hilfe zur Selbsthilfe": Es vermittelt psychologische Strategien, um akute und künftige krankheitsbedingte Belastungssituationen effektiver bewältigen zu können. Ziel ist es, das Spektrum der Krankheitsbewältigung zu erweitern und die aktuelle Lebenssituation zu verbessern.

Ähnlich wie bei einem Ratgeberbuch haben Sie als Teilnehmer während des Kursverlaufs die Möglichkeit, sich die Inhalte selbstständig anzueignen. Der Kurs ist modular aufgebaut und interaktiv aufbereitet.

Für wen ist das Angebot gedacht?

"Psychologische Selbsthilfe Leukämie" richtet sich an alle Menschen mit einer Diagnose aus dem Bereich der Leukämien und Lymphome, die zusätzlich zu ihrer medizinischen Behandlung psychologisches Know-how zur Verbesserung ihrer Krankheitssituation nutzen wollen.

Beachten Sie bitte, dass das Kursprogramm auf insgesamt 4 Wochen angelegt ist. Sollten bei Ihnen in den nächsten Wochen größere Unterbrechungen anstehen (z.B. Urlaub, Reha), dann bitten wir Sie, sich zu einem späteren Zeitpunkt anzumelden.

Eine Anmeldung ist bis einschließlich Juni 2010 möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Inhalte

Kursmodule

"Psychologische Selbsthilfe Leukämie" besteht insgesamt aus 4 Modulen, die in einem wöchentlichen Turnus freigeschaltet werden:

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Modul 1: Persönliche Stressanalyse - Wie sieht meine Belastungssituation aus?

Voraussetzung für eine effektive Krankheitsbewältigung ist eine genaue Kenntnis über die eigenen Belastungen und den damit verbundenen Stressreaktionen. Nur so lassen sich Bewältigungsstrategien rechtzeitig und zielgerichtet einsetzen. Die persönliche Stressanalyse ermöglicht es Ihnen, sich diesbezüglich besser kennenzulernen.


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Modul 2: Psychologisches Rüstzeug für die Bewältigung von akuten Stress- und Belastungssituationen

Was tun, wenn man sich in einer akuten Stresssituation befindet? Es wird Ihnen ein psychologisches Rüstzeug vermittelt, um unmittelbare Belastungszustände besser bewältigen zu können. Mit Hilfe von speziellen Techniken erlernen Sie, Erregungsspitzen zu kappen und Eskalationen zu vermeiden.


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Modul 3: Psychologisches Rüstzeug für die Bewältigung von zukünftigen Stress- und Belastungssituationen

Zukünftige Ereignisse werfen oftmals ihren Schatten voraus. Sie können schon heute Anlass zur Sorge sein und zur Belastung werden. Wie können wir lernen, damit besser umzugehen und uns auf kritische Situationen optimal vorzubereiten? Das Modul bietet Strategien für eine bessere Bewältigung.


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Modul 4: Expressives Schreiben

Modul 4 leitet Sie zum "expressiven Schreiben" an. Ziel ist es, in kurzen Sitzungen tiefste Gedanken und Gefühle schriftlich auszuformulieren, die sich auf Erlebnisse beziehen, die Sie persönlich belasten. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich diese Methode positiv auf das psychische Wohlbefinden und auf andere gesundheitsbezogene Maße auswirkt.


Themen der Woche

Ergänzend zum Kursprogramm werden Ihnen in regelmäßiger Abfolge unterschiedliche "Themen der Woche" präsentiert. Hierbei handelt es sich um kurze Textbei­träge, die auf unterschiedliche Fragen zur Krankheitsverarbeitung und -bewältigung eingehen.

Zusätzlicher Mail-Support

Während des Kurses können Sie sich jederzeit an unseren Mail-Support wenden und zusätzliche Unterstützung bekommen. Unsere Psychoonkologen helfen Ihnen gerne weiter, falls Sie Fragen zum Kurs haben, etwas unklar sein sollte oder sich Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung der Kursinhalte ergeben. In der Regel erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.

Wissenschaftliche Begleitforschung

"Psychologische Selbsthilfe Leukämie" ist Bestandteil einer wissenschaftlichen Studie, die vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie, Universitätsklinikum Tübingen, in Kooperation mit der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. durchgeführt wird.

Aus studientechnischen Gründen ist es möglich, dass Sie eine Wartezeit von 4 Wochen in Kauf nehmen müssen. Im Rahmen der Kursteilnahme werden Sie darüber hinaus zu drei unterschiedlichen Zeitpunkten gebeten, Fragebögen auszufüllen.

Weiterführende Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Studienaufklärung.

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